Warum ich als Astrologin inzwischen die Haltung habe, dass du Astrologie nicht brauchst …

Ich bin in diesem Jahr zu einer Erkenntnis gekommen, von der ich vor 4 Jahren in meiner größten Astro-Begeisterung niemals gedacht hätte, dass ich das jemals schreiben würde, aber: Du brauchst Astrologie nicht. I said what I said. And I mean it like that. Warum bin ich trotzdem unglaublich froh, Astrologie gelernt zu haben und sie als Tool für mich in meinem Leben zu nutzen?

Let´s rewind for a second

Ich habe mich vor fast 5 Jahren, in meiner tiefsten Krise für Astrologie geöffnet. Ich habe „Sternzeichen“ vorher immer abgetan, da es mir zu simpel erschien, Menschen in 12 Schubladen zu stecken (mehr dazu findest du in diesem Artikel).

Als mich das Leben dann aber so sehr herausgefordert hat, dass ich mich mit mir selbst beschäftigen musste (oder rückblickend vielleicht viel eher durfte), habe ich angefangen mir mein Geburtschart anzuschauen, die Tierkreiszeichen, die Häuser und Planeten.

Es hat mich so sehr gepackt, dass ich vor 4 Jahren spontan entschieden habe, eine Astrologie Ausbildung zu machen und war ab diesem Zeitpunkt Feuer und flamme. Seitdem habe ich mich jeden Tag mit Astrologie beschäftigt, stundenlang Podcasts gehört, YouTube Videos geschaut, Bücher gelesen und die Ausbildungsinhalte inhaliert.

Hinzu kam, dass ich während dieser Zeit 2,5 Jahre für eine Astrologin als Social Media und Content Managerin gearbeitet habe und mich jeden Tag mit Astrologie und den aktuellen Transiten (Planeten-Energie die Tagesaktuell sind) beschäftigt habe. Das war im Grunde mein Job. Ich habe u.a. Posts und Artikel für ihr Online Magazin vorbereitet, habe Captions geschrieben und war astrologisch gesehen immer up to date.

Ich habe es geliebt und mein Gehirn hat ab diesem Zeitpunkt meine ganze Realität durch die Astro Brille gefiltert (was wirklich cool war, not gonna lie). Ich habe all das Wissen das ich kriegen konnte aufgesaugt wie ein Schwamm. Und wie es so ist, wenn man eine gewisse Kompetenz erlangt hat, macht man irgendwann sein eigenes Ding draus, entwickelt seine eigenen Blickwinkel und Haltung und Art und Weise Astrologie in Readings oder in Gesprächen an andere weiterzugeben. Ich hätte mir zu dieser Zeit so sehr gewünscht, dass Astrologie Mainstream wäre und jeder mit seinem Geburtschart vertraut wäre (und irgendwie finde ich die Vorstellung immer noch schön).

Aber wie es so ist, wir entwickeln uns, bekommen andere Blickwinkel und gewinnen dadurch andere Haltungen. 

Und mittlerweile habe ich die Haltung:

Du brauchst Astrologie nicht.

Ja, ich kann auch kaum glauben, dass ich das sage.

Aber ich meine es genau so.

Warum?

Weil es im Grunde in der Arbeit mit deinem Geburtschart nicht darum geht, welche Placements du hast, welche Blockaden da sind, was dein höchstes Potenzial ist, wenn du dich voll entfaltest oder was deine Stärken sind. Es scheint als würde es darum gehen, aber es geht im Grunde um etwas viel Simpleres:

Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.

Ich bin der Meinung, dass wir Astrologie nicht bräuchten, wenn wir uns selbst und anderen radikal ehrlich begegnen würden. Denn wir wissen doch im Kern wer wir sind, was unsere Stärken sind, was unsere größten Ängste und Herausforderungen sind. Wonach wir uns sehnen, wo unser größter Schmerzpunkt liegt und was unsere ganz persönlichen Coping-Strategien sind. Und wenn wir wirklich ehrlich zu uns wären dann auch, welche Bedürfnisse wir in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens haben (ganz egal, was die Gesellschaft, unsere Freunde, der Partner oder unsere Familie sagt, meint oder für richtig hält).

Nur genau an dieser Stelle liegt gleichzeitig das „Problem“:

Wir sind sehr oft nicht ehrlich uns selbst gegenüber. Und selbst wenn wir es sind, wie oft stehen wir dann wirklich zu 100 % hinter uns und leben das, was in uns ist ehrlich aus?

Uns selbst ehrlich zu begegnen ist nicht immer angenehm und häufiger als nicht kann es schmerzhaft sein. Und wie du aus meinem Content oder Podcast vielleicht schon weißt, möchte dein Gehirn immer hin zu angenehmen Gefühlen und weg von unangenehmen Gefühlen. Und Wahrheit kann manchmal erstmal weh tun und schmerzhaft sein.

Astrologie ist ein Tool, ein ziemlich brillantes, nicht mehr und nicht weniger.

Astrologie (genauso wie Human Design oder all die anderen „Tools“) sind im Grunde einfach „Werkzeuge“, die wir nutzen können, um uns selbst in aller Klarheit und Ehrlichkeit zu begegnen.

Unser Chart ist ein Spiegel, in den wir schauen können und der keine Masken, kein Verstellen und keine Unehrlichkeit zulässt. Wie ein geniales Übersetzungsprogramm für uns als Menschen, die noch lernen dürfen, wieder super ehrlich mit sich selbst zu sein.

In Verbindung mit uns zu sein.

Und Ehrlichkeit mit uns selbst ist die Grundvoraussetzung für jegliches Wachstum und Entwicklung. Denn Dinge, gegen die wir im Widerstand sind, belieben bestehen.

Wir brauchen Astrologie nicht, wir müssten uns nie in unserem Leben mit unseren Charts oder den aktuellen Transiten beschäftigten, sondern könnten die Energie, Themen und Wachstumschancen oder Aufgaben, die da sind auch so erkennen. Wenn wir uns erlauben würden, uns die Dinge einzugestehen und aufhören würden uns vor uns selbst zu verstecken. Denn leben tun wir sie so oder so. Sie sind immer da, egal ob wir Astrologie nutzen oder nicht. Astrologie fasst nur in Worte was wir eh schon sehen, wissen und erkennen, wenn wir darauf achten.

Astrologie ist wie ein Spiegel, er reflektiert das, was da ist und schon immer da war 🪞

Ich habe schon lange kein Astrologie Buch mehr gelesen, seit Wochen kein Astro Video mehr angeschaut und bin nicht zu 100 % up to date was die aktuellen Transite angeht.

Ich war nie die Astrologin, die zu Neumonden oder Vollmonden „manifestiert“ oder gejournelt hat. Ich habe auch nie irgendwelche New Moon Rituals oder Meditationen gemacht, das habe ich persönlich nie verstanden. Ich sehe heute auch das ständige Up to Date sein mit den aktuellen Transiten, mit denen uns Instagram Tag-Täglich überhäuft sehr kritisch. Es hält uns immer und immer in der Selbstoptimierung, wobei so vieles davon für uns und unser Leben einfach nicht relevant ist, weil es zu generisch und kollektiv ist und unser Chart nicht betrifft. Außerdem hält uns oft davon ab das zu fühlen was da ist und wirkliche Lösungen zu finden. Zu handeln. Vielleicht ist das mein eigener Blickwinkel, vielleicht findest du dich in diesen Zeilen aber auch wieder.

Denn für mich war Astrologie schon immer ein Tool für Selbsterkenntnis und damit Ehrlichkeit mit sich selbst. Im jetzigen Moment, mit dem erlebten oder den aktuellen Themen.

Wir brauchen Astrologie nicht. Denn etwas zu brauchen macht uns unfrei. Und doch ist der astrologische Blickwinkel mittlerweile ein ganz natürlicher Teil von mir. Ich weiß, ohne die Transite zu kennen, wann der Mond in welchem Zeichen und Haus in meinem Chart steht, weil ich die Muster erkenne, die sich dann in meinem Leben zeigen, weil ich die Gefühle fühle, weil die Themen des Lebensbereichs präsent werden, weil ich in meinem alltäglichen Leben ein Gespür dafür entwickelt habe. Weil ich mir selbst ehrlich begegne und in Verbindung mit mir bin. Ich erkenne in unseren Sessions häufig ohne das Chart zu kennen bei meinen Kund:innen oder Menschen, denen ich begegne, welche Placements in ihrem Chart haben müssen, welche Zeichen-Betonungen und sogar welche Planeten in welchen Häusern. Sie verraten es mir, wenn wir miteinander sprechen, weil sie sich selbst ehrlich begegnen und sich selbst ehrlich ausdrücken.

Ich liebe Astrologie dafür und bin nach wie vor so krass fasziniert davon wie das sein kann. Ich könnte mir ein Leben ohne dieses wissen über mich und mein Chart nicht mehr vorstellen und gleichzeitig habe ich mittlerweile diese Haltung.

Bist du wirklich ehrlich mit dir selbst?

Ich brauche Astrologie nicht.

Du brauchst Astrologie nicht.

Wir brauchen Astrologie nicht.


Und trotzdem können wir sie nutzen, wenn wir merken, dass es uns selbst gerade schwer fällt uns wirklich radikal ehrlich zu begegnen.

Denn wirklich spannend wird es für mich dann, wenn ich merke, dass ich einer unangenehmen Wahrheit ausweiche, in ein altes Muster falle oder das Gefühl habe blockiert und lost zu sein. Ich übe, immer ehrlicher mit mir selbst zu sein und mir nicht auszuweichen, aber manchmal ist es hilfreich ein Werkzeug an der Hand zu haben, das mir den Spiegeln vorhält und mich auf Bedürfnisse, Verhaltensmuster und aktuelle Themen aufmerksam macht. Ein Tool, das mir neue Blickwinkel schenkt, damit ich mir selbst wirklich ehrlich begegnen kann.

Kein vermeiden von unangenehmen Wahrheiten. Kein wegschieben von Gefühlen oder Bedürfnissen. Kein Verdrängen von schmerzhaften Erfahrungen. Kein sich zurückhalten lassen von Ängsten. Kein unbewusstes zurückfallen in alte Verhaltensmuster. Kein ausweichen vor den eigenen Schatten, tiefsten Überlebensstrategien und Ego-Mustern. Kein Sabotieren lassen von Bedürfnissen, die wir uns nicht eingestehen möchten.


Unser Geburtschart hält uns den Spiegel vor.

Und wenn wir mutig genug sind, hineinzuschauen, können wir loslassen, was nicht mehr zu uns gehört, uns das schenken, was wir brauchen und uns erlauben, einzigartig wir selbst zu sein.


Vielleicht ist Astrologie für dich, genauso wie für mich, das Tool zu radikaler Ehrlichkeit mit dir selbst. Vielleicht ist es Human Design oder etwas anderes. Und vielleicht brauchst du gar keines davon, weil du dir selbst nicht mehr ausweichst.


Dieser Artikel soll dich daran erinnern, dass es nie um Astrologie ging, sondern immer nur darum, wie ehrlich wir uns selbst begegnen können und wie sehr wir uns erlauben uns selbst in unserer Einzigartigkeit zu erkennen und aus dieser Haltung heraus zu leben.

 

Wo weichst du dir selbst noch aus anstatt deine Wahrheit zu sehen und zu leben?

Buche dir dein Reading mit mir und erlaube dir, dir selbst ehrlich zu begegnen und damit die Basis für echte Veränderung und innere Erfüllung zu schaffen. 🤍

Falls du Fragen hast schreib mir super gerne eine DM oder einfach eine Mail!

 

Hier kannst du anfangen, wenn du bereit bist, dir selbst ehrlich zu begegnen:

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Let´s meet your Birth Chart Placements TEIL 01🪐