Alles was du noch nie oder schon immer über dein Gehirn wissen wolltest 💡🧠
Bist du bereit für Mindblowing Erkenntnisse, die die Art und Weise verändern, wie du dein Leben erfährst? Erfahre, was oberste Priorität für dein Gehirn hat, wie Verhaltensweisen entstehen und wie dein Gehirn permanent die Welt für dich vor berechnet.
01 Dein Gehirn kann sich ein Leben lang verändern & anpassen 🧠
Das Gehirn ist neuroplastisch, das bedeutet es kann jederzeit neue Verbindungen schaffen die zu neuen Gedanken, Gefühlen und Handlungen führen.
Dein Gehirn besteht aus ca. 100 Milliarden Neuronen (Nervenzellen) die über Synapsen miteinander kommunizieren. Du kannst dir das so vorstellen: Neuron A sendet über die Synapse eine Information an Neuron B mit einer Information bzw. einem Auftrag. Synapsen fungieren ganz vereinfacht wie ein Messengerdienst, über den du eine Nachricht an eine andere Person sendest. Je mehr du also mit dieser Person kommunizierst, desto stärker wird eure Verbindung. So ist das auch mit den neuronalen Verbindungen. Je mehr sie miteinander „kommunizieren”, desto frequentierter und damit stärker wird der Pfad zwischen ihnen.
Dein Gehirn knüpft ständig neue Verbindungen
Wenn du etwas zum ersten Mal machst oder denkst, ist die Verbindung zwischen den Neuronen noch kaum da. Du kannst es dir wie einen Trampelpfad im Urwald vorstellen. Genauso wie es wäre, wenn du eine neue Person kennenlernst, mit der du noch nie gesprochen hast und über die du noch kaum etwas weißt. Über die Zeit, je mehr du es wiederholst, wird die Verbindung von einem Neuron zum anderen vom Trampelpfad zu einer Straße und irgendwann zu einer Autobahn. So entsteht aus einem einmal ausgeführten Verhalten oder Gedanken mit der Zeit eine Gewohnheit oder eine Überzeugung, die kaum kognitiven Aufwand oder Bewusstsein erfordert und automatisch abläuft.
Andersherum funktioniert das auch, je weniger wir eine neuronale Verbindung nutzen, je weniger wir z.B. eine Sprache sprechen, desto schwächer wird die Verbindung und desto weniger “automatisch” könne wir sie sprechen.
02 Das Gehirn ist eine „Assoziations-Maschine” 💡
Das klingt jetzt vielleicht etwas abstrakt oder philosophisch, aber an sich „sind” alle Dinge erstmal. Sie haben keine Bedeutung. Sind neutral. Wir als Menschen, mit unserem Gehirn sind es, die den Dingen, Situationen, Gefühlen etc. ihre Bedeutung geben. Ein Baby kommt auf die Welt und weiß nicht, dass ein Glas dazu da ist um Wasser zu „halten”, damit wir dann aus ihm trinken können. Das lernen wir erst über die Zeit, denn unser Gehirn ist eine Assoziations-Maschine.
Dein Gehirn nimmt jede Sekunde 9 - 11 Millionen Sinneseindrücke wahr. Mit der Zeit lernt es, den Dingen Bedeutung zu geben:
Aus einem Glas kann man trinken; auf einem Blatt kann man schreiben
Wenn ich höre, dass jemand anruft, nehme ich mein Handy in die Hand; Wenn ich mein Lieblingslied höre, fühle ich mich gut
Wenn ich etwas gut mache bekomme ich Anerkennung (liebe); Wenn ich meine Meinung äußere werde ich zurückgewiesen; Wenn ich anderen sage, was toll an ihnen ist, freuen sie sich
Wenn …, dann …
Du verstehst wie es funktioniert oder?
Dein Gehirn verknüpft also alle Sinnes-Informationen miteinander und so werden mit der Zeit bestimmte Menschen, Orte, Gegenstände, Situationen, Gedanken/ Überzeugungen, Gefühle oder Zeitpunkte Auslöser (Anker) für bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen.
Wie kann ich das für mich nutzen?
Dieses Wissen ist die Grundlage dafür, um bewusst neue Gewohnheiten zu schaffen, Gefühle auszulösen oder unerwünschte Verhaltensweisen zu verändern.
Um neue Gewohnheiten zu schaffen braucht es neue Trigger, die als Impuls fungieren, dich daran zu erinnern, ein bestimmtes Verhalten auslösen. Um unerwünschte Verhaltensweisen zu lösen, entknüpfen wir z.B. im Hypnose-Coaching alle Auslöser, die bisher dazu geführt haben, dass du dich auf eine bestimmte Art und Weise fühlst oder verhältst.
Wie das funktioniert habe ich in diesem Artikel beschrieben: „Hypnose ist nicht so magisch wie du bisher vielleicht dachtest”
03 Du siehst die Welt nicht mit deinen Augen, sondern mit deinem Gehirn 🧠
Deine Augen sind Teil des Gehirns, sie „sehen” jedoch nichts, sondern nehmen Lichtwellen auf. Diese Informationen reisen dann durch das Gehirn und werden dort zusammengesetzt (lies auch: “Wie dein Gehirn deine Realität kodiert”). Erst nachdem dein Gehirn diese Informationen zusammengesetzt hat, ist das Bild das du „siehst” konstruiert.
Auch Farben an sich existieren so nicht als „objektive Eigenschaften“ in unserer physischen Welt. Es existieren elektromagnetische Strahlen unterschiedlicher Wellenlängen, die dann von deinem Gehirn zu Farben konstruiert werden, um diese unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts zu unterscheiden.
Gleiches gilt übrigens für Geräusche. Wenn kein „Beobachter“ da ist, der das Geräusch „hört“, dann ist das Geräusch als Ton in der physischen Welt nicht da. Auch hier existieren Tonwellen und Frequenzen, die unser Gehirn dann zu Geräuschen konstruiert. Faszinierend, oder?
Wie kann ich das für mich nutzen?
Das Gute daran? Dein Gehirn kann nicht unterscheiden, ob du etwas wirklich siehst oder hörst oder es dir nur vorstellst. Das können wir uns beim Manifestieren zunutze machen, indem wir uns unseren Idealzustand vorstellen und ihn damit für unser Gehirn „bekannt“, normalisieren und sicher machen. Warum das wichtig ist erfährst du im nächsten Punkt.
04 Dein Gehirn berechnet ständig die Welt für dich vor 🧮
Dein Überleben zu sichern hat oberste Priorität für dein Gehirn. Es möchte immer hin, zu angenehmen Gefühlen und weg von unangenehmen Gefühlen.
Dafür berechnet es ständig deine Umgebung vor, dieser Vorgang wird als „Predictive Processing” bezeichnet. Es versucht vorwegzunehmen, was als nächstes passiert um im Bruchteil einer Sekunde reagieren zu können. Es berechnet also einen bestimmten Kontext voraus. Wie macht es das? Es schätzt ein was da ist und füllt die Lücke auf Basis deiner Erfahrungen und Überzeugungen. Es greift dafür sozusagen auf alte Daten / Formatvorlagen zurück und projiziert sie ins Hier und Jetzt.
Selbst wenn du dir vorgenommen hast heute anders zu reagieren, hat dein Unterbewusstsein diese Entscheidung schon für dich übernommen und wird dich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in alten Verhaltensmustern, Gedanken und Gefühlen halten (Mehr über dein Unterbewusstsein erfährst du im Artikel „….”).
Das ist natürlich ideal angelegt, um Energie zu sparen, effizient zu arbeiten und dein Überleben zu sicher, hält dich aber auch in alten Verhaltensmustern und “Programmen” gefangen.
Wie kann ich das beeinflussen?
Wie du durch Punkt 01 schon weißt, ist unser Gehirn neuroplastisch und kann jederzeit neue neuronale Verknüpfungen schaffen und damit neue Programme lernen. Wenn du dir deiner unbewussten Programme und Verhaltensmuster bewusst bist, kannst du in den betreffenden Situationen kurz innehalten, tief durchatmen, das automatische Verhalten damit unterbrechen (sozusagen eine „Lücke” schaffen) und anschließen ganz bewusst ein neues Verhalten trainieren.
Teil 02:
Dein Fokus und deine Überzeugungen entscheiden ob du deine Träume & Ziele erreichst💡🧠
Was, wenn du mit deinem Fokus beeinflussen könntest, was du wahrnimmst? Wenn dein Gehirn dich dafür belohnen würde, Überzeugungen zu haben, die dich dabei unterstützen deine Träume und Ziele zu erreichen? Und wenn dir Klarheit alleine dabei hilft, mehr von dem zu erleben was du möchtest? Klingt zu gut um wahr zu sein? für dein Gehirn nicht!
